Die weite Welt der DIY-Materialbeschaffung

Es gibt keinen schonenderen Weg das zu sagen: „Stoffe und Bastelmaterial sind teuer.“

Sie sind nicht nur teuer, sondern nahezu unerschwinglich. Dabei könnte ich oft stundenlang im Internet surfen und bei einschlägigen Internetplattformen Unsummen von Geld ausgeben.

Die obere Hälfte des Stapels sind alte Gardinen, Trachtenröcke und Tischdecken

Beim Stoffkauf im Internet muss man unbedingt auf das Kleingedruckte achten, denn meist gelten die ausgewiesenen Preise nicht für einen klassischen Meter, wie hier in Deutschland. Zumeist beziehen sich die Preise leider auf 25 cm o. 50 cm oder ein Yard, wenn es ganz blöd kommt auf gerade einmal 10 cm. 

Fußangel Zwei ist die fehlende Möglichkeit, den Stoff anzufassen. Nachdem das Angebot im Netz nahezu unbegrenzt ist und es in vielen Städten kaum noch Stoffläden gibt, muss man sich schon sehr gut auskennen, um bei fehlender Haptik kein Geld in den Sand zu setzten. Wichtig auf diesem Gebiet ist: „Fragen zu stellen“. Die Verkäufer sind meist recht auskunftsfreudig. Das sollten wir als Internet-Kunden, ohne Zugriff auf das Material, ausnutzen. 

Natürlich gibt es auch andere Quellen, die man als DIY-Addict anzapfen kann, um die Vorräte an Material aufzustocken. Hier geht es um Material jeglicher Art. 

Alle Garne hier im Schrank und etwa die Hälfte der Stoffe sind Second Hand

Großes Kapitel – Gebrauchte Stoffe: 

Gebrauchte Stoffe (Tischtücher, Bettwäsche, Kleidungsstücke) haben grundsätzlich den Vorteil, dass Sie schon häufig gewaschen wurden. Die Stoffe gehen nicht mehr ein und sind auch nicht mehr frisch von der Färberei und daher mit weniger Chemie belastet, was uns als Trägern zugutekommt. Gibt man diesen Dingen einen neuen Sinn, freut sich auch die Umwelt, denn wir sorgen dafür, dass sie im Kreislauf bleiben. Man muss sich nur überwinden, gebrauchte Dinge zu kaufen und zu nutzen. Wenn man damit einmal anfängt, sieht man die Dinge zukünftig mit anderen, meist erfinderischeren Augen. 

Online-Marktplätze:   

Hier gibt es viele Anbieter die z.B. Oma´s alte 70er Jahre Bettwäsche oder Tischtücher in Teilstücke schneiden und diese online verkaufen. Die Preise sind meist erheblich günstiger als neu zu kaufen. Oft kann man auch über die Maße noch verhandeln. Die Qualitäten dieser Stoffe sind meist unglaublich gut. Sie haben oft schon 50 Jahre auf dem Buckel, wurden unzählige Male gewaschen und sehen immer noch so aus, als kämen sie frisch aus dem Laden. 

Flohmärkte, Sozialkaufhäuser und soziale Kleiderläden:

Flohmärkte kennt jeder, aber Sozialkaufhäuser und soziale Einrichtungen für Kleidung und alles rund um den Haushalt sind nicht Jedem ein Begriff. Dieses sollte sich aber tunlichst ändern, wenn Ihr auf Materialsuche seid. 

Diese sozialen Einrichtungen sind Anlaufstelle für Jeden, der Zuhause mal gründlich ausmistet. Dort könnt Ihr Eure gebrauchten Gegenstände, vom Möbelstück bis hin zur guten gebrauchten Kleidung abgeben. Hier sind oft eigene Verkaufsstellen angeschlossen.

Das sind wahre Fundgruben für alle, die auf der Suche nach günstiger Kleidung oder Wohnungsausstattung, Werkzeugen oder eben DIY-Material sind. Diese Läden stehen allen Menschen offen und bieten alles für wenig Geld an, was man gebrauchen könnte.

Was ich dort schon alles gefunden habe, ist nahezu unglaublich und mir fällt sicherlich nicht mehr alles ein. 

Einen 70er Jahre Schaukelstuhl 19 EUR, 12 Stahlrohrstühle für 4 EUR pro Stück, einen Schreibtischstuhl für 15 EUR, eine 30er Jahre Vitrine für 15 EUR (das Glas war gebrochen, hab´ ich neu verglast), Kinderzimmerschrank, bildschöner Jugendstilschrank, Geschirr, Gläser, 3 antike Stehlampen und viele Stoffe (alte Gardinen), Nähgarne usw. 

Klar muss man sich dessen bewusst sein, dass man dort Material nur auf Vorrat kaufen kann, weil man sicher nicht das bekommt, was man gerade sucht. Es lohnt sich in jedem Fall, hier häufiger rein zu schauen. 

Auch Kleiderläden sind ein Fundus von wunderschönen Dingen. In erster Linie kann man fantastische, oft sogar wirkliche Vintage-Kleidungsstücke finden. Es gibt auch Stoffe und größere Stoffreste oder sogar ganze Stoffballen, die man für wenig Geld kaufen kann. Auch Tischtücher oder Bettwäsche oder eben einen alten Lodenmantel. Alles ist DIY-Material, wenn man nur erst einmal einen Blick für die Möglichkeiten entwickelt hat. 

Brotbeutel aus alten gestickten Tischläufern

Nicht zuletzt oder vielleicht als Erstes, sollte man auch mal bei den Großeltern oder Eltern fragen, ob man in den alten Wäscheschrank gucken darf. Meist finden sich dort auch richtige Schätze. 

Auf zum nächsten DIY Projekt. 

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