Der gnadenlose Weg zum nächsten DIY-Projekt

Ich muss ein Geständnis machen! Ich habe Ihn getötet! Nein, ihr müsst nicht die Polizei rufen, vielleicht aber einen Nervenarzt. 

Ich habe meine geliebten Kaschmirpullover umgebracht! …… Schluchz!

Wie zum Teufel der Pullover in die 60 °C Wäsche gekommen ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Vermutlich liegt das daran, dass ich immer schon ein gespaltenes Verhältnis zu meiner Waschmaschine hatte, bzw. dieses Nicht-Verhältnis sich auf viele Bereiche des Sektors „Hausarbeit“ ausdehnt.  

Leider gibt´s zum Geständnis des Frevels immer gleich die „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte“ und so geht der Hausarbeitsknast nach erfolgter Niederlage nahtlos weiter…… waschen, putzen, staubsaugen… immer von vorn. Fühlt sich schon irgendwie wie Knast an. 

Zurück zum Problem: 
Nun ist der Kaschmirpullover zu klein und hat sich in einen 70er Jahre Lodenmantel verwandelt. Bei allen diätischen Anstrengungen werde ich es nicht schaffen, mich in die Maße meiner Kindheit zurück zu hungern. Ich brauche also eine andere Lösung. 
Das geliebte Stück begleitet mich bestimmt schon 5 Jahre und weil das so ist, hab´ ich eine natürliche, innere Abwehr dagegen, den Pullover in die Tüte zu stecken und zum Altkleidercontainer zu schaffen. 

Meine Kinder werfe ich schließlich auch nicht raus, obwohl man manchmal den Eindruck haben könnte, dass man sie zu heiß gewaschen hätte und diesem Impuls gerne nachgäbe….

So bleibt der Kaschmirpullover – wie übrigens die Kinder auch – im Haus und wechselt notgedrungen vom Kleiderschrank in den Bastelschrank (Klarstellung: Die Kinder bleiben in ihren Zimmern und müssen nicht in einen anderen Schrank wechseln;).

Im Bastelschrank stapeln sich schon einige „Mordopfer“ – meine Waschmaschine und ich müssten eigentlich lebenslänglich bekommen (ist vermutlich sowieso so…).

Also liegt da dieser Stapel und schaut mich strafend an, bis mir die zündende Idee kommt, die mich von meiner Straftat freispricht. 

Exkurs: 
Bei der Medienerziehung meiner Kinder bin ich spektakulär gescheitert. Warum sollte es also bei mir anders sein. Ich gebe hiermit zu: „Ich bin ein Pinterest- und Instagram-Addict“. So viele Ideen, nur einen Mausklick entfernt. Das sind paradiesische Zustände für jemandem, der die Hände nicht stillhalten kann. 

Da kam sie also daher, die Idee. Handschuhe aus alten Pullovern. Handschuhe wurden es dann nicht, aber Mützen. Man kann mit relativ wenig Aufwand sehr schöne Mützen herstellen. Dafür ist es egal, ob der Pullover zu heiß gewaschen wurde oder ein Loch hat.

Wer ähnliche Talente im Bereich „Hausarbeit“ aufweisen kann oder der Lieblingspullover einfach aus Altersgründen das Zeitliche gesegnet hat, kann hier im Anschluss die passende DIY-Anleitung (Freebee) finden. 

Anmerkung:
Es muss auch kein Kaschmir-Pullover sein. Jeder andere Pullover oder ein ausgemusterter Strickschal tun es auch. 

Anleitung für eine „Upcycling-Kaschmir-Mütze“

Ratet mal was es zu Weihnachten gab?

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