If you can dream it, you can do it.

Kennt ihr dieses Zitat. Ich liebe diese schlauen Zitate, die einem das Leben ja eigentlich einfacher machen sollten. Auf das „eigentlich“ komme ich später nochmal zurück. 

Leider bewirkt das Zitat bei mir manchmal, aber nur manchmal, das Gegenteil. 

Dann holen mich meine vielen Träume ein und ich fühle mich dadurch so ein bisschen geohrfeigt. 

Träume hatte ich in den vergangenen vier Dekaden schon eine Menge. Kindheitsträume – die nicht in Erfüllung gegangen sind, Ausbildungsträumen – die nicht in Erfüllung gegangen sind, Selbständigkeitsträume – ratet mal – die nicht in Erfüllung gegangen sind. 

Ganze Konzepte hab´ ich heute noch in der Schublade liegen, sogar Flyer wurden gedruckt und nichts ist draus geworden.

Woran liegt so etwas? 

Träume wie Sand am Meer. Dann schafft man es, sich auf einen zu konzentrieren und schon bevor man richtig anfängt, kapituliert man vor dem Feind. 

Natürlich ist das nicht so, dass man 24/7 an so einem Traum arbeiten darf, wenn man nebenher doch noch so etwas wie ein konventionelles Familienleben pflegt, arbeitet, Kinder hat und eben das Leben lebt, das einem vor den Füßen liegt. 
Alles braucht seine Aufmerksamkeit, bis hin zur Selbstaufgabe. Der Tag hat halt nur 24 Stunden. 

Meine Bewunderung und Verwunderung über Mütter, die ein zweites Standbein parallel zu all diesen Anforderungen scheinbar mühelos vollbringen, ist unbegrenzt. 

In meinem Fall aber müsste das obige Zitat noch um ein paar Punkte ergänzt werden.

If you can dream it, …. soweit so gut.
got the energy,
the time, 
and the guts…, you can do it!

Um all diese Punkte abzuhaken, habe ich schlappe 48 Jahre gebraucht und es hat ein paar schicksalshafter Einschnitte bedurft, um all das in Angriff nehmen zu können.

Energy – check…. die kann ich kurzfristig auftreiben. Time – check … die lässt mir mein Job vor allem im Winter. An den „guts“ scheiden sich meine Geister in ein zuversichtliches Engelchen und in ein selbstzerstörerisches Teufelchen auf meinen Schultern. Ich stehe mir oft selbst im Weg. 

Seit nunmehr 14 Tagen ist meine Webpage „eigentlich“ fertig. „Eigentlich“… ist mein Lieblingswort. Dieses „EIGENTLICH“ schreit mich manchmal regelrecht an. 
Für mich persönlich kann man das auch wunderbar zum Synonym von „Selbstzweifel“ erklären.

In meinem Kopf entsteht dabei gleich ein wunderbares Bild:
Eine mit Glühbirnen umrandete, kitschige, klassisch amerikanische Leuchtreklame. 

Darauf zu lesen: 

„Bist du sicher, dass du damit nicht die sieben apokalyptischen Reiter losschickst?Hast du dir das gut überlegt!…. Das ist ´ne Nummer zu groß für dich!…. Du bist ein kleines Licht!…. Viel heller wird es nicht!…..“ 

Innerlich befinde ich mich da gerade in meiner Waschmaschine im Schleudergang mit viel Weichspüler, um am Ende geläutert, klinisch von allen Träumen gereinigt und „weichgespült“ aus der Trommel zu springen…… und……. vor mir selbst zu kuschen.  

Mit dem innerlichen Ergebnis: Nimm lieber den gewohnten, leichten Pfad. Der böse Wolf lauert auf dem unbekannten Weg durch den Wald…..

Und bevor die Webpage jetzt noch ein paar Tage offline ist, bin ich jetzt mutig und drücke den „Veröffentlichen“ Button. Davor muss ich noch die Social Media Buttons rausnehmen, denn die bisher nicht existierenden Social Media Accounts waren ja gerade die tagelange Ausrede…

Wenn ich es also geschafft habe, dann erfahrt ihr es als Erste, denn nur so könnt ihr meinen Beitrag auch tatsächlich lesen. 

1 Kommentar

  1. Fischer Katharina sagt:

    Wow! Eine gelungene Homepage, herzlichen Glückwunsch!
    Ich bin begeistert von deinen (ich bin so frei zu duzen, die Seite vermittelt einen freundschaftlichen Eindruck ;-)) Texten, wenn man einmal anfängt zu lesen hat man fast das Gefühl dabei gewesen zu sein und verspürt das dringende Bedürfnis gleich einen Stift, Stoff, Schere und Papier o.ä. in die Hand nehmen zu wollen! Danke dafür!
    Auf viele weitere gelungene Projekte, ich bleibe gespannt.

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